The Decemberists mit dem Album As it ever was so it will be again

Mein Album der Woche KW 24

The Decemberists

Acht Studioalben, ein Dutzend EPs und Live-Alben sowie zahlreiche Nebenprojekte haben die Folk-Vagabunden bisher mühelos aus dem Ärmel geschüttelt – ein Qualitätsabfall ist nicht in Sicht.

Kurz vor ihrem 25. Jubiläum präsentieren sie nun ihr erstes Doppelalbum "As it ever was, so it will be again". Wohin geht die Reise diesmal?

Für einen Teil des Albums ist diese Frage relativ einfach zu beantworten, auch wenn man dabei das Pferd von hinten aufzäumt. Denn der letzte Song "Joan in the garden" ist typischer Decemberists-Wahnsinn in Form eines 19-minütigen Epos. Er beginnt zauberhaft mit einer verliebten Gitarrenmelodie und einem Chor, der der Protagonistin beim Aufstieg hilft und etwas Sakrales hat. Doch dann wird der Berg zum Klang schreiender Gitarren von einem Schatten bedeckt, alles zieht sich zusammen: "Just another tinsel ornament / Another troubled sky / We are folded in the firmament / Catch us as we fly." Es folgt ein Lamentieren und Störgeräusche, bis nach nervenzehrenden Momenten der Blitzeinschlag kommt. Ein Riff, Drums und plötzlich Galopp in Richtung der Autokraten, deren Imperien fallen müssen. Ja, "Joan in the garden" ist Sänger Colin Meloys Version von Jeanne d'Arc, und das Blut wird in Strömen fließen: "Oh holy whore androgyne!" Unterstützung gibt es hierbei auch von Mike Mills von R.E.M.. Wer damit nichts anfangen kann, mochte The Decemberists vermutlich nie.

Die anderen zwölf Stücke auf ihrem ersten Album seit sechs Jahren sind wesentlich geradliniger. In einem Pop-Song, der klanglich auch in die Sechziger passen würde, wird der "Burial ground" mit James Mercer von The Shins besucht, weil der Rest der Welt keinen Sinn zu ergeben scheint. "Oh no!" tanzt mit dem Teufel zu Trompeten-Danzón in Havanna. Näher an den letzten Alben sind die Folk-Songs "Long white veil" und "William Fitzwilliam", die vom Grundnaturell komplett amerikanisch sind und dementsprechend auch nach – Überraschung – Americana klingen und sich auch mit Pedal Steel und Mundharmonika arrangieren. "Don't go to the woods" führt die musikalische Reise fort und bietet Geleitschutz durch die düstere Nacht irgendwo im verlorenen Teil der USA, aber mahnt: "Darling stay right close to me / Do just as you should / For if you go in their company / Oh then you're gone for good." Jenny Conlee-Drizos sorgt mit ihren geisterhaften Backingvocals für Gänsehaut. Genauso wie im anschließenden "The Black Maria", das zu Trauer blasenden Trompeten von einem Schicksal erzählt, das jeden am Ende ereilt.

Klang: 5 Ohren Musik 5 Ohren

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Neuerscheinungen

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Newcomer des Monats 

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Kraftakt

Die Band KRAFTAKT aus Lüneburg und Ebstorf im Landkreis Uelzen formierte sich im Sommer 2017 und schuf einen einzigartigen Sound. Ihre Musik vereint vielfältige Einflüsse, darunter Metal in all seinen Spielarten, Hardrock, Pop und Punkrock. Die Mitglieder von KRAFTAKT bringen reichlich Bühnenerfahrung mit und verschmelzen harte Gitarrenklänge mit ausgefeilten Drums und einem tiefen, warmen Bass. Die klangvolle, soulige Stimme und der kraftvolle Shouter runden das Ganze ab. Die Texte sind gehaltvoll und auf Deutsch verfasst, eingebettet in eingängige Melodien. Moderne Synthesizer-Elemente verleihen dem Gesamtklang eine individuelle Charakteristik – ein wahrer "Kraftakt" indeed!

Ihre ersten Alben, "Auftakt" und "INTAKT", wurden 2018 bzw. 2020 veröffentlicht und sind sowohl als CDs als auch als digitale Downloads auf bekannten Musikplattformen im Internet erhältlich. Die neuen Songs der Band sind ein wilder Ritt durch ihre vielfältigen musikalischen Einflüsse: von harten Gitarren über intensive Rhythmuswechsel bis hin zu einem soliden Fundament aus Drums und Bass.

Am 1. Oktober 2021 erschien ihr drittes Werk, die EP "KONTAKT". Die sechs neuen Songs wurden im Februar 2020 während der alljährlichen "Bandwoche" in Dänemark geschrieben und als Demoversionen ins heimatliche Studio mitgebracht. Unter nicht ganz einfachen Bedingungen wurde die EP dann unter der Regie von Chris fertig produziert. Die Veröffentlichung wird mit einem von Sven produzierten Video zum Song "Märchen" gefeiert – eine Mischung aus Melodien, Shoutings, modernen Synthesizern sowie epischen Bläsern und Streicherarrangements¹². 🎶🤘Hier der Link zu Kraftakt Youtubekanal

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Promotion

FORMERLY KNOW AS 'SLAVES'
NEUES ALBUM NACH SECHS JAHREN
"HEAVY JELLY" ERSCHEINT AM 19.07. VIA BMG
VIDEO ZU NEUER SINGLE "ACT VIOLENTLY“ HIER ANSEHEN 

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Soft Play (v.l. Laurie Vincent, Isaac Holman, photo credit: Thomas Davis)

Es hat lange auf sich warten lassen, aber die verjüngten und erfrischten SOFT PLAY geben heute bekannt, dass sie am 19. Juli ihr neues Album "HEAVY JELLY" veröffentlichen werden - ihre erste neue Platte seit sechs Jahren. Das Album wird mit der brandneuen Single 'Act Violently' vorgestellt, die gerade von Zane Lowe bei Apple Music uraufgeführt wurde und nun in Apples New Music Daily Playlist zu finden ist.

Ein paar Jahre lang sah es wackelig aus, ob Isaac Holman und Laurie Vincent jemals ihren Weg zu diesem Moment finden würden. Zu sagen, dass in den Jahren dazwischen viel passiert ist, wäre eine Untertreibung: Ihre Freundschaft geriet ins Wanken, ihre Kreativität kam ins Stocken, sie wurden von Trauer und psychischen Problemen erschüttert, und wenn sie wieder auftauchten, dann nur mit Nebenprojekten: Laurie's Larry Pink The Human und Isaac's Baby Dave. Doch Schritt für Schritt - durch Zeit, Gespräche, Therapie und eine positive neue Bandidentität - kamen sie wieder in die Spur.

Das Ergebnis ist "HEAVY JELLY", ein Produkt der neuen Liebe und Wertschätzung der beiden für ihre einzigartige Verbindung, die sowohl im Mittelpunkt steht als auch die entscheidende Inspiration für ein neues Karrierehoch ist. HEAVY JELLY" ist der fröhliche Sound einer Band, die hörbar die beste Zeit hat, die sie seit Jahren hatte. Benannt nach dem Tip eines Jiu-Jitsu-Lehrers, der Laurie sagte, sie solle sich wie "schweres Gelee" verhalten, um zu erklären, wie viel Widerstand sie bei einer Übung leisten solle, spiegelt die Wendung auch die eigene Weltanschauung des Duos wider: "Das Leben ist schwer, aber es ist auch lustig", fasst Isaac zusammen.

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Album Artwork

Laurie sagt: "Wir werden nicht die Band sein, die euren Protestmarsch wortgewandt anführt, aber wir könnten die Band sein, die euch motiviert, ins Fitnessstudio zu gehen oder etwas Produktives zu tun, und auch das ist wichtig", fährt er fort, "was wir tun können, ist, über nachvollziehbare Dinge zu singen und das mit den Leuten zu teilen."

Isaac fasst die Dinge kurz und bündig zusammen: "Versucht nicht, wie alle anderen zu sein. Macht einfach, was ihr wollt und habt Spaß."

Im Vergleich zu den vorangegangenen Singles 'Punk's Dead' und 'Mirror Muscles' bringen SOFT PLAY einen spielerischen Sinn für Humor in den granitenen Grind von 'Act Violently'. Die straffe Härte und der saubere Punch der Produktion orientieren sich am Nu-Metal, aber stilistisch ist es ein klassischer, verschmierter Brit-Punk mit einer Hardcore-Attitüde, die von anarchischer Unvorhersehbarkeit geprägt ist. Die Geschichte des Albums wurde von einer Erfahrung inspiriert, die sich in jeder Stadt des Landes täglich wiederholt - die beiden wurden fast von einem unkontrollierbar gewordenen E-Scooter angefahren, als sie aus den Albumsessions im Albion Rooms Studio von The Libertines in Margate kamen.

Laurie fügt hinzu: "Auf dem ganzen Weg zurück zum Studio haben wir über unsere Verachtung für E-Scooter-Fahrer gesprochen. Sie sollten illegal sein. Sie sollten nicht auf der Straße sein. Sie sollten eine theoretische Prüfung brauchen. Es war einfach ein ergiebiger Gesprächsstoff, und der Song handelt davon.“

Das Video zu "Act Violently" visualisiert sehr direkt die Geschichte des Songs. In der Heimatstadt der Band, Tunbridge Wells, wird Isaac auf Schritt und Tritt von demselben E-Scooter geplagt: Erst wird er beim Verlassen eines Ladens fast bespritzt, dann wird ihm im Park das Handy aus der Hand gerissen und schließlich wird er auf einem Zebrastreifen fast überfahren. Schließlich rastet Isaac aus und schwört, seine Rache im Stil der Selbstjustiz zu üben, wie Kents Antwort auf Travis Bickle. Aber die Geschichte hat eine Wendung…

Das offizielle Video zu „Act Violently“ kann hier angesehen werden.

"HEAVY JELLY“ erscheint auf CD, als schwarzes Vinyl und als limitierte grüne Vinyl, die nur über den offiziellen Store der Band und bei ausgewählte Indie-Händlern erhältlich ist. HIER vorbestellen.

Ursprünglich unter dem Namen Slaves bekannt, haben sich SOFT PLAY ihren eigenen Platz in der Landschaft der britischen Alternativ-Szene geschaffen. Ihre drei bisherigen Alben landeten allesamt in den Top 10, ohne dass sie jemals ihre Punk- und Hardcore-Wurzeln oder ihren ausgeprägten lyrischen Ansatz vernachlässigt hätten. Ihr Debüt "Are You Satisfied?" wurde mit über 100.000 verkauften Exemplaren mit Gold ausgezeichnet und für den Mercury Prize nominiert, während ihr zweites Album "Take Control" von der Beastie Boys-Legende Mike D produziert wurde. Ihre Live-Show war stets ein Highlight: eine Zwei-Mann-Attacke, die mit äußerster Wildheit und Charisma dargeboten wurde, was sie dazu brachte, ihre bisher größte Headline-Show im 10.000 Zuschauer fassenden Alexandra Palace zu spielen.

Nachdem sie 2023 einige ausgewählte Shows gespielt haben, darunter eine Arena-Tour mit The Prodigy sowie Festivalauftritte in Reading & Leeds und als Headliner bei 2000trees, legen SOFT PLAY diesen Sommer die Messlatte mit Auftritten bei Download, Truck, The Great Escape und Yungblud's Bludfest höher. Ihre kommenden Shows sind:

Mai
18.05. Brighton, The Great Escape
23.05. Derbyshire, Bearded Theory Festival (OPENING PARTY HEADLINER)

Juni
14.06. Donington Park, Download Festival
15.06. Tschechien, Rock For People

Juli
11.-13.07. Slovakai, Pohoda Festival
26.07. - Sheffield, Tramlines
27.07. - Oxford, Truck Festival

August
2. - 4.08. Derbyshire, Y NOT? Festival
09.08. Newquay, Boardmasters
11.08. Milton Keynes, Bludfest
25.08. Portsmouth, Victorious Festival

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Single Artwork

Album Tracklist:
1. ‘All Things’
2. ‘Punk’s Dead’
3. ‘Act Violently’
4. ‘Isaac Is Typing…’
5. ‘Bin Juice Disaster’
6. ‘Worms On Tarmac’
7. ‘John Wick’
8. ‘Mirror Muscles’
9. ‘Working Title’
10. ‘The Mushroom and The Swan’
11. ‘Everything and Nothing’